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Pendler-Corona-Studie: Infektionsgefahr im ÖPNV nicht höher als im Individualverkehr

Die regelmäßige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist im Vergleich zum Individualverkehr nicht mit einem höheren Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion verbunden.

Zu diesem Ergebnis kommt eine am 10. Mai veröffentlichte Studie der Charité Research Organisation (CRO) aus Berlin, die im Auftrag der Bundesländer und des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) das konkrete Ansteckungsrisiko von Fahrgästen in Bussen und Bahnen mit dem von Pendlerinnen und Pendlern verglichen haben, die regelmäßig mit Pkw, Motorrad oder Fahrrad unterwegs sind.

Die Studie ist einzigartig, weil nicht im Labor oder auf Basis statistischer Berechnungen geforscht wurde, sondern unter realen Bedingungen: 681 zufällig ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Rhein-Main-Verkehrsverbund – zu gleichen Teilen auf ÖPNV und Individualverkehr verteilt – wurden zu Beginn und am Ende des fünfwöchigen Beobachtungszeitraums auf eine akute Infektion (PCR-Test) und auf eine überstandene Infektion (Antikörper-Test) hin untersucht. Ergebnis: Die regelmäßige Nutzung von Bus und Bahn führt nicht zu einer höheren Ansteckungsgefahr.

Geschäftsführerin der Stadtwerke, Margit Leonhardt, kommentiert: „Mit dieser Studie ist Klarheit über das Infektionsgeschehen im öffentlichen Personennahverkehr geschaffen worden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Infektionsgefahr im ÖPNV aktuell nicht höher als im Individualverkehr ist. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich die SWBC massiv dafür eingesetzt, den öffentlichen Nahverkehr für Fahrgäste und Fahrpersonal so sicher wie möglich zu betreiben. Zu den vielen Maßnahmen zählen beispielsweise die breite Kommunikation der Sicherheitshinweise und die erhöhten Reinigungsintervalle der Linienbusse. Die Fahrzeuge öffnen, soweit es technisch möglich ist, alle Türen, um eine regelmäßige Durchlüftung zu gewährleisten. Der Einsatz der Klimaanlagen beschleunigt die Durchlüftung zusätzlich. Außerdem wurden die Fahrerkabinen in den Bussen mit größeren Schutzscheiben aus Sicherheitsglas versehen."

DING-Geschäftsführer Thomas Mügge stellt einen Zusammenhang zur derzeitigen Situation der Branche dar: „Wir müssen jetzt sehr schnell das Vertrauen derjenigen Fahrgäste zurückgewinnen, die bisher aus einem Gefühl der Unsicherheit heraus Bus und Bahn gemieden haben. Das ist verständlich, hat aber im DING, wie in der gesamten Branche, zu großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten geführt, da das Angebot ja nahezu vollständig aufrechterhalten worden ist. Über diese ermutigenden Studienergebnisse sind wir auch deshalb froh, weil das Erreichen der Klimaschutzziele nur mit einem stark nachgefragten öffentlichen Personennahverkehr möglich ist."